Quadrad

Hier ein kleiner Einblick der TU München in die Forschungsarbeiten zum sogenannten Quadrad – einem vierrädrigen Fahrrad, das im gleichnamigen Projekt entwickelt, konstruiert und getestet werden soll:

Wir haben im Rahmen der Lehrveranstaltung „Sporttechnologisches Projekt“ während eines dreitägigen Aufenthalts in Garmisch-Partenkirchen den Einfluss einer Elektrounterstützung auf physiologische Parameter beim Fahren mit Pedelecs untersucht.

Pedelec_Tag02 013-1_Gruppe_klein

Die Probanden: Studenten und Mitarbeiter des Fachgebiets für Sportgeräte und -materialien der TU München.

Bei der Untersuchung wurde eine Teststrecke in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen zweimal (einmal mit und einmal ohne Elektrounterstützung) absolviert und dabei die Herzfrequenz (mittels Pulsgurt), Laktatwerte (mittels Blutabnahme am Ohr) und die subjektive Beanspruchung (mittels Fragebogen) nach bestimmten Streckenabschnitten gemessen.

Pulsmesser Butabnahme Ohr_klein Fragebogen

Die Tests dienten dazu, den Einfluss der Elektrounterstützung auf verschiedene Leistungsparameter in unterschiedlichen Fahrsituationen (Ebene, Berg, Abfahrt) und über einen längeren Zeitraum auf die Beanspruchung des Fahrers (Herzfrequenz, Laktat, Anstrengung) zu bestimmen. Der Unterschied war natürlich deutlich! Ohne Unterstützung hätten wir es kaum den Berg hoch geschafft und mit (hoher) Unterstützung war das Ganze ein gemütlicher Ausflug.

Pedelec_Tag02 016_Frau_klein Fahrt_klein Fahrt durch Bach_klein

Die Untersuchungen dienen der Entwicklung des Reichweitenmodells und der biometrischen Antriebsunterstützung des Quadrads.
Dabei versuchen wir, jeden Fahrer individuell, d.h. je nach Leistungsvermögen (alt vs. jung, fit vs. unfit etc.) und Fahrsituation (Berg vs. Ebene, Stadt vs. Umland etc.), mit der nötigen Motorleistung zu unterstützen und diese auch vorher abzuschätzen, um auf den Energiebedarf und somit auf die Reichweite schließen zu können.

Ziel beim Quadrad ist es, die Motorenergie nur wenn wirklich nötig und auch nur in der benötigten Höhe zuzuschalten, um so den Fahrer optimal zu unterstützen und die Reichweite zu optimieren.

Weitere Informationen zum Projekt Quadrad sowie zu den beteiligten Projektpartnern finden Sie hier.